Bericht zum Turnier im November 2008

Liebe Freunde und Mitstreiter,

Es war ein schoener Tag (wetter- und stimmungsmaessig) und, bis auf die traurigen Ergebnisse auf den Greens, haette es auch ein erfolgreicher Tage sein koennen.

Ein kleiner Exkurs in die Wissenschaft der Golfsprache;  hier haben wir einige Schluesselwoerter: Der Konjunktiv II (haette, koennte) deutet in der Regel darauf hin, dass etwas (Drive, Fairwayschlag, Annaeherung, Bunkerschlag, Gruenspiel, etc.), trotzt manchmal anders lautender Aeusserungen von dem erwarteten oder gewuenschten Ergebnis abwich. Die Gruende der Abweichung liegen - bis auf ganz wenige Ausnahmen - natuerlich immer ausserhalb der spielerischen Eignung und Faehigkeiten des jeweiligen Golfspielers.

Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: waeren die Gruens nicht so wie sie sind, haette mein durchaus passables Spiel nicht 20, sondern 38 Stabelfordpunkte ergeben koennen.

Die oben erwaehnten anderen Einflussmoeglichkeiten multiplizieren sich zu einer geradezu erdrueckenden Herausforderung. Damit will ich nicht ausdruecken dass Golf ein reines Gluecksspiel ist, sondern dass wir, gemessen an den Herausforderungen, richtig klasse sind. Eben nur eine andere Klasse; Ein Tigerfell macht noch keinen Tiger.

 Die Ergebnisse zeigen, dass es wirklich nicht einfach war. Von der einzigen Gruppe der Spieler 0 - 22 Hc hat nur einer eine verwertbare Scorecard abgegeben. Entsprechend gab es  nur einen Gewinner und die verbleibenden Preise konnten an zwei weitere Spieler der anderen Handicap-Gruppe vergeben werden.

Die longest drives wurden geschlagen von Sybille und Wolfgang.

Wieder einmal haben die Herren das Gruen nicht getroffen, oder man sollte fairer weise sagen, der Ball blieb nicht auf dem Gruen liegen. Bleibt nur die Frage: warum hat es eine Frau geschafft? Weil Nadine als Mitglied in Katameya die Gruens genau kennt? Eine Flut von Fragen, die nur eine wissenschaftliche Untersuchung beantworten kann.

Es gibt auch noch eine andere Erklaerung:

Wie auch immer, Nadine kam nicht zum 19.Loch und konnte den Preis nicht in Empfang nehmen.

Alle anderen konnten und taten es mit Vergnuegen. Dazu hat die liebevolle Bewirtung mit extra aus deutschsprachigen Landen eingeflogenen Spezialitaeten nicht beigetragen, sonder war ursaechlich. Margret und Fritz, ihr habt toll gekocht und wart liebevolle Gastgeber. Ich war Zeuge, dass sich ein aegyptischer Gast (maennlich) das Rezept der Gulaschsuppe erbat, an deren Herstellung Fritz (maennlich) beteiligt war. Ein Lob auch an Eure fleissigen Helfer, angefangen bei den selbstgemachten Spaetzle bis hin zur perfekt gestopften Shisha: Kwais giddan. Dazu muss noch erweaehnt werden, dass Margret trotz viel Arbeit und Zeitstress (der Sohn musste noch in selbiger Nacht zum Flughafen gebracht, und andere Gaeste mussten versorgt werden) den dritten Preis gewonnen haette, waere sie nicht die Gastgeberin gewesen. Immer dieser Konjunktiv.

Liebe Margret, lieber Fritz, um eine Redeweise Eures letzten Kaisers zu verwenden (ohne majestaetischem Plural): Es hat uns sehr gefreut, es war sehr schoen gewesen.

 

Die Fotos und die Ergebnisliste dieses Ereignisseses werden bald auf unserer homepage zu sehen sein, wie auch die Ankuendigung der Clubmeisterschaft.

Merkt Euch auf jeden Fall den 12.  und 13. Dezember vor.  Bitte Eure Anmeldung so frueh wie moeglich schicken, ich werde einige Tage nicht in Kairo sein.

 

Euer

Joachim