|
Deutsche Golfer Kairo Bericht vom Turnier von Heba und Francois de Maurissens am 18. Juni 2010 Das letzte Turnier vor der Sommerpause sah wieder nur eine kleine Gruppe von Golfenthusiasten, allerdings gemixt mit Anhängern des größeren Balles. Zwei der Autos unserer Mitglieder waren sogar mit der schwarz-rot-goldenen Flagge dekoriert. Soviel Nationalstolz wurde auch von unserem Schweizer Mitglied Jürg gezeigt: von seinem Golfcart flatterte das weiße Kreuz auf rotem Grund. Um rechtzeitig zur Übertragung des Spieles Deutschland gegen Serbien bei unseren Gastgebern Heba und Francois zu sein wurde um 9 Uhr gestartet; als Vierer mit Auswahldrive. Allerdings musste auf den alten ersten Neun nicht der Beste, sondern der kürzeste Abschlag gewählt werden, was die Spieler mit den etwas besseren Handicaps in die Anfangstage ihres Golferlebens zurück versetzte. Als Ausgleich durften dann bei jedem ‘Ein-Putt‘ zwei Punkte vom Lochergebnis abgezogen werden. Diejenige Gruppe, die das bessere Platzmanagement hatte und Annäherungen und Chip und Putt beherrschte, war eindeutig im Vorteil. Eine gute Übung für alle und, wie die Ergebnisse zeigten, konnten fast alle Spieler mit der Herausforderung gut umgehen. Bei unseren Gastgebern angekommen war Golfspiel dann aber für die folgen zwei Stunden kein Thema. Für einige Zeit war nicht klar, ob das Interesse auch belohnt würde. Wie wir alle nun wissen, es wurde nicht. Aber die deutsche Mannschaft kann ja im Spiel gegen Ghana beweisen, ob das nur ein kleiner Durchhänger war. Außerdem können wir das Ergebnis immer noch auf den Ball schieben, sogar Al-Ahram war dieses Thema eine halbe Seite wert. Beim Golfen haben wir kaum solche Entschuldigungen, vielleicht vom ungünstigen Wind, dem unfairen Grün und noch ein paar anderen Kleinigkeiten wie dem Material mal abgesehen. So manch einer hofft, mit anderen Schlägern auch ein besserer Spieler zu werden. Nun, in diesem Fall kann dem Mann/der Frau geholfen werden. Francois hat Golfsets für alle Geschlechter und Spielstärken zu günstigen Bedingungen im Angebot. Wer seine Mobilnummer oder e-mail- Adresse nicht hat kann sich an mich wenden. Und da wir gerade beim Thema Ausrüstung sind, bald gibt es auf unserer Webseite einen Fanshop mit Artikeln unseres Deutschen Golfclubs in Kairo (www.deutsche-golfer-kairo.de). Doch zurück zur Siegesfeier. In der Halbzeitpause wurde vom Besten der ägyptischen Küche aufgefahren. Heba hatte sich viel Arbeit gemacht, mit Erfolg. Ich habe Ahmed mindestens zweimal von der Molocheija nachnehmen sehen, für eine ägyptische Hausfrau die höchste aller Anerkennungen. Die zweite Halbzeit erfuhr danach nicht mehr soviel Aufmerksamkeit, zu Recht. Nach dem traurigen Ergebnis in Südafrika war es an der Zeit, die Ergebnisse des Golfturniers bekannt zu geben. Für eine kurze Zeit hatte ich die Vorstellung gehegt, mein Team auf dem Treppchen zu sehen. Eine Brutto-Nullrunde auf den neuen Neun schien mir Berechtigung dafür, aber nur solange, bis ich die Ergebnisse von Team eins und zwei ausrechnete:
Ich denke jetzt ernsthaft über einen neuen Satz Schläger von Francois nach. Alle Gewinner erhielten Glasteller mit dem Wappen der de Maurissens`. Wer’s noch nicht wusste und für den, der sich Gedanken über die Gravur auf den Siegertellern gemacht hatte, die Familie von Jonkheer (Junker) Francois gehört seit dem 12ten Jahrhundert zum niederen niederländischen Adel. Zum Abschluss der (Hof)berichterstattung möchte ich ganz herzlich unseren Gastgebern Heba und Francois danken. Ein runder Tag, vom ersten Abschlag bis zum Abschiedstrunk.
Wir sehen uns alle wieder nach dem Ramadan, ´mal abgesehen von der einen oder anderen kleinen Runde, vielleicht im Stella Di Mare? Bis dann, übt recht fleißig. |
|||||||||||