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Handicapwirksame Spiele
Vorgabewirksame Spiele können nur unter
Zählspielbedingungen durchgeführte Wettspiele in Turnieren sein. Es muss mit
voller Vorgabe gespielt werden.
Der einzige vorgabewirksame Vierer ist der Vierball-Aggregat.
Zählspiel (Stroke) oder Medal- Play
Das Zählspiel wird nach den Golfregeln des Zählspiels bei voller Vorgabe
gespielt.
Die Schlagzahl wird nach jedem Loch eingetragen. Am Ende ergibt sie das
Bruttoergebnis. Das Nettorergebnis errechnet sich aus dem Brutto abzüglich der
Vorgabe (des Handicaps) des Spielers. Gewinner ist der Spieler mit dem
niedrigsten Ergebnis, sowohl Brutto als auch Netto, je nach Ausschreibung.
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Stableford
Das Wettspiel nach Stableford ist benannt
nach Dr. Stableford, England 1931. Es wird berichtet, Dr. Stableford habe die
Ewigkeitsrunden mit seiner Frau nicht mehr ertragen können und daher ein
Punktsystem ersonnnen, mit dem seine Frau unter Zählspielbedingungen einerseits
gute Ergebnisse erspielen konnte, andererseits aber auch völlig verkorkste Löcher
streichen und den Ball aufheben konnte.
Wie dem auch sei, dieses Punktesystem erfreute sich immer grösserer Beliebtheit
und wurde 1968 offiziell in die Golfregeln aufgenommen. Stableford wird heute
immer häufiger als Wettkampf ausgetragen, nicht zuletzt auch, weil bei einem
grossen Teilnehmerfeld der Spielfluss gewährleistet ist.
Stableford wird nach den Golfregeln des Zählspiels, bei voller Vorgabe
gespielt.
Die Wertung erfolgt nach Punkten:
Doppel-Bogey, (zwei und mehr über Par) = 0
Punkte
Bogey (eins über Par) = 1 Punkt
Par = 2 Punkte
Birdie, eins unter Par = 3 Punkte
Eagle, zwei unter Par = 4 Punkte
Albatros, drei unter Par = 5 Punkte (nur bei Par 5)
Diese Punktewertung gilt sowohl für Brutto
als auch Netto, man unterscheidet also Brutto- und Netto-Punkte. Gewinner -
Brutto wie Netto - sind hier die Spieler mit den höchsten Punktzahlen.
In die Scorkarte trägt der Zähler des Spielers nur die Brutto-Schalgzahl ein,
aber keine Punkte. Diese werden von der Spielleitung nach Abgabe der Karte
berechnet.
Hat der Spieler eine Schlagzahl erreicht,
für die es keinen Punkt mehr gibt, hebt er seinen Ball auf und trägt einen
Strich ein. Wenn Sie aber weiterspielen, machen Sie sich unbeliebt.
Nicht vergessen: Langsames Spiel kann bestraft werden.
Nach einem ganz schlechten Loch (0 Punkte)
ist nicht alles verloren, wie im Zählspiel, wo ein schlechtes Lochergebnis den
Gesamtscore verdirbt.
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Gegen Par (Bogey-Par)
Das Wettspiel Gegen Par wird nach den Regeln
des Zählspiels, bei voller Vorgabe gespielt.
Sinn dieses Spieles ist es, gegen den Platz "Par" zu spielen.
Hier gibt es nur drei mögliche Ergebnisse pro Loch: Lochgewinn (+), Lochverlust
(-) oder unentschieden (0).
Lochgewinn bedeutet besser als Par = +
Lochverlust bedeutet schlechter als Par = -
Unentschieden bedeutet Par = 0
Gewinner ist der Spieler, welcher am
höchsten gegen den Platz gewonnen hat.
In der Scorkarte wird die Bruttoschlagzahl
des Spielers eingetragen, die Auswertung übernimmt die Spielleitung.
Auch bei diesem Spiel sollte der Ball
unaufgefordert aufgehoben werden, sobald ein Unentschieden oder ein Lochgewinn
nicht mehr zu erreichen ist, um den Spielfluss nicht zu behindern. In diesem
Fall wird ein Strich für das betreffende Loch eingetragen.
Die Höhe des Lochverlustes spielt keine
Rolle, sie ergibt immer nur ein Minus (-).
Das Wettspiel gegen Par ist dem
Lochwettspiel sehr ähnlich. Sie spielen hier Loch für Loch gegen einen
imaginären Gegner, den Platz. Wenn Sie den Platz besiegen wollen müssen Sie
besser als (Netto-) Par spielen.
Beachten Sie an jedem Loch die
Vorgabeverteilung (Handicap), damit Sie wissen, wie viel Schläge Sie vor haben.
Das wird Ihnen helfen, taktisch klug ihre Vorgabe zu nutzen.
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Flaggenwettspiel (Flag)
Das Flaggenwettspiel wird nach den Regeln
des Zählspiels, bei voller Vorgabe gespielt.
Jeder Spieler erhält eine Fahne für Brutto und/oder Netto, die er nach
Ableistung seiner ihm zustehenden Schlagzahl dort steckt, wo sein Ball liegt.
Gewinner ist derjenige, der am weitesten mit seiner Fahne kommt, ggf. über das
18. Loch hinaus, Brutto sowie Netto.
Auf der Scorkarte werden die
Brutto-Schlagzahl eingetragen, zusätzlich wird vermerkt, wo die Brutto- und /
oder Netto-Fahne gesteckt sind. Die Spielleitung stellt dann die Gewinner fest.
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Nicht handicapwirksame Spiele
Nicht vorgabewirksame Spiele sind: nicht
nach den Zählspielregeln ausgetragene Wettspiele.
Alle Lochspiele und Vierer (Ausnahme Vierball-Aggregat) sind nicht
vorgabewirksam. Sie können also Ihr Handicap nicht verbessern aber auch nicht
verschlechtern.
Im Gegensatz zu vorgabewirksamen Spielen, wo immer die volle Vorgabe
angerechnet wird, kann sie bei nicht vorgabewirksamen Spielen reduziert werden,
z.B. auf ¾.
Match-Play
(Lochwettspiel)
Das Lochwettspiel hat einen ganz anderen
Charakter und andere Voraussetzungen als jedes andere Golfspiel, da hier der
Spieler nicht gegen den Platz sondern gegen einen Gegner spielen muss.
Demensprechend gibt es auch keine Gesamtwertung für die Runde, sondern nach
jedem Loch wird mit dem Gegner abgerechnet.
Es muss eine Entscheidung nach jedem Loch
herbeigeführt werden; am Ende gibt es nur einen Gewinner.
Gespielt wird nach den offiziellen Regeln
des Lochspiels, die hauptsächlich in Bezug auf Strafen von den Regeln des
Zählspiels differieren.
So liegt der grösste Unterschied in der Behandlung der Strafen bei einem
Regelverstoss. Im Zählspiel werden Strafschläge einfach dem Score hinzugezählt.
Im Lochspiel, das Loch für Loch auf Gewinn gespielt wird, führt ein
Regelverstoss bis auf wenige Ausnahmen zum Lochverlust.
Aber es gibt darüber hinaus noch eine Reihe von Besonderheiten bei den
Lochspielregeln, deren Kenntnis dem Spieler auch helfen können.
So bekommen Sie beispielsweise im Zählspiel
zwei Strafschläge, wenn Ihr Ball beim Putten den Ball eines Mitbewerbers
berührt. Im Lochwettspiel werden Sie nicht bestraft. Das kann Ihnen Vorteile
bringen.
Wenn Sie einen langen, abschüssigen Putt zu machen haben und Ihres Gegners Ball
liegt kurz hinter dem Loch, dann fordern Sie Ihren Gegner auf , seinen Ball
liegen zu lassen und nicht zu markieren, wozu der Gegner allerdings nicht
verpflichtet ist. Wenn Ihr Putt nun viel zu lang gerät, könnte Ihres Gegners
Ball Ihren vielleicht aufhalten.
Oder: Unter Zählspielregeln muss immer nach der Reihe gespielt werden. Im
Vierball-lochspiel, wo Sie immer mit einem Partner spielen, darf Ihr Partner,
der auf dem Green näher zum Loch liegt als Sie, ohne Strafe vor Ihnen putten,
um Ihnen so die Puttlinie zu zeigen.
Und noch ein wichtiger Unterschied:
Im Lochwettspiel können Sie Ihrem Gegner jederzeit, wenn Sie wissen, Sie können
nicht mehr gewinnen, das Loch oder sogar das ganze Match schenken.
Auf der Scorkarte wir ein plus (+) für
Lochgewinn, eine Null (0) für Unentschieden (geteilt) oder ein Minus (-) für
Lochverlust in der zugehörigen Spalte eingetragen.
Vorgabe: der Spieler mit der höheren Vorgabe
erhält ¾ der Differenz zur Vorgabe seines Gegners.
Beispiel: Spieler A hat Handicap 26, Spieler
B hat HCP 12.
Spieler A erhält die errechnete Vorgabe von 26-12 = 14, davon ¾ = 10,5,
aufgerundet 11.
Ein Loch wird entweder gewonnen, verloren
oder geteilt.
Scramble
( Florida-, Texas, Teachers-)
Scramble
sind Teamspiele. Jeder Spieler des Teams
schlägt ab. Das Team entscheidet, welcher Ball am besten liegt. Hier droppen im
Abstand von einer Schlägerlänge, nicht näher zum Loch, die anderen Spieler ihre
Bälle und jeder führt seinen zweiten Schlag aus. So geht es weiter mit jedem
Schlag, bis das Loch beendet ist. Auf dem Green werden die Bälle innerhalb
einer Schlägerkopflänge, nicht näher zum Loch, hingelegt. Der besondere Reiz
dieses Spieles macht aus, dass hierbei herausragende Ergebnisse erzielt werden
und schlechte Schläge durch einen einzigen guten Schlag eines Teammitgliedes
ausgeglichen werden können.
Pro Team wird nur eine Scorkarte geführt, auf der am Ende aber min. zwei
Mitspieler unterschreiben sollten.
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Texas
Scramble
Mannschaftsspiel zu zweit,
dritt oder viert. Das Team wählt einen Captain, alle Spieler schlagen von ihrem
entsprechenden Tee ab. Der Captain wählt nun von allen Abschlägen den Ball aus,
der am besten liegt. Die Bälle der anderen Spieler werden aufgenommen und beim
ausgewählten Ball, innerhalb einer Schlägerlänge und nicht näher zur Fahne
gedroppt. Alle Spieler schlagen dann ihren 2. Ball. Bis aufs Grün wird in
dieser Weise verfahren.
Auf dem Green wird erneut ausgewählt, die Bälle werden nicht gedroppt, sondern
innerhalb einer Kopflänge des Putters nicht näher zum Loch hingelegt.
Das Resultat der Mannschaft wird in die Scorekarte eingetragen. Das Handicap
des Teams wird bei einem Viererflight aus allen addierten Vorgaben mal 1/8
errechnet. Das Team mit dem niedrigsten Nettoscore ist Sieger.
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Zweier Scramble
Eine abgewandelte Form des
Texas Scrambles, bei der zwei Spieler eine Mannschaft bilden.
Vorgabe: 0,5 beider Handicaps.
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Florida
Scramble
Wird wie Texas Scramble gespielt. Jedoch muss derjenige
Spieler beim nächsten Schlag aussetzen, dessen Ball ausgewählt wurde. Der
Spieler, der einputtet, muss beim nächsten Abschlag aussetzen. Ergo taktisch
spielen und z.B. denjenigen putten lassen, der am schlechtesten abschlägt.
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Querfeldein (Cross-Country)
Ein zur Förderung der Geselligkeit
veranstaltest Spiel ist das Querfeldein, bei dem auf die festgesetzte Runde
verzichtet wird.
Wie der Name schon sagt, wird quer über den
Platz gespielt, wobei die Löcher nicht in gewohnter Form zusammengestellt sind.
Zum Beispiel wird von Abschlag 1 auf Green 3 gespielt.
Erschwernisse und Vorschriften für die Ausführung eines Loches können das Spiel
interessanter gestalten. So können Geschicklichkeitsproben verlangt werden, wie
beispielsweise ein Abschlag auf den Knien oder ein erzwungener Bunkerschlag.
Gewitzte Spielführer positionieren die Fahne auch schon mal im Bunker.
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Schnurcomeption (Bindfadenwettspiel)
Bei der Schnurcompetiton (auch Bindfadenwettspiel
genannt) erhält jeder Spieler, je nach Vorgabe, ein angemessenes Stück Schnur.
Zur Verbesserung der Lage des Balles, ohne Hinzurechnung eines Schlages, kann
der Spieler wann und wo er will, seine Schnur benutzen, indem er sie zwischen ursprünglicher
und neuer Lage des Balles spannt und danach diese Länge zum Entwerten
abschneidet. Ist die Schnur aufgebraucht, muss die Runde normal beendet werden.
Vergesst nicht ein Messer mitzubringen. Entscheidend ist die Taktik, sich die
Schnur für 18 Löcher einzuteilen.
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Portugiesischer Einschläger
Der Portugiesische Einschläger ist ein
Mannschaftsspiel mit vier Spielern.
Jeder Spieler darf nur einen Schläger für die gesamte Runde wählen, einer
muss aber den Putter nehmen. Die Partner spielen in einer vorher
festgesetzten Reihenfolge, die über alle Löcher geht.
Das Team erhält als Vorgabe 3/8 auf die Vorgabesumme der Mitspieler.
Spieler A nimmt zum Beispiel Holz 3, Spieler B das Eisen 5, Spieler C Eisen 9
und Spieler D hat den Putter. Loch 1, Par 4, Spieler A schlägt ab, Spieler B
schlägt sein Eisen 5 aufs Green, Spieler C muss seinen Putt mit dem Eisen 9
machen (aufpassen aufs Green). Sollte er einlochen, muss Spieler D am zweiten
Loch mit dem Putter abschlagen und Spieler A den zweiten Schlag mit dem Holz 3
machen, usw.
Die Reihenfolge bleibt also immer gleich, vom Abschlag bis zum 18. Loch und
ändert sich nicht nach Vollendung eines Loches.
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Klassischer Vierer
Beim klassischen Vierer schlagen die Spieler der Paarung abwechselnd. Sie
entscheiden vorher, wer am ersten Tee abschlagen wird; den nächsten Schlag
führt der Partner aus usw., bis zum letzten Putt.
Am nächsten Abschlag muss dann der andere Partner abschlagen, unabhängig davon,
wer gerade eingelocht hat.
Das bedeutet, dass Partner A immer an den ungeraden Löchern abschlägt und
Partner B immer an den geraden. Strafschläge beeinflussen die Spielreihenfolge
nicht.
Wichtig: Wird ausser der Reihenfolge
gespielt, zählt dieser Schlag nicht; der Ball wird an seine ursprüngliche Lage
zurückgelegt, die Paarung erhält zwei Strafschläge und der richtige Partner
spielt weiter.
Vorgabe: Auf- oder abgerundet halbe Summe
der Vorgaben beider Spieler.
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Greensome (Vierer mit Auswahldrive)
Der Unterschied zum klassischen Vierer besteht beim Vierer mit Auswahldrive (auch
Greensome genannt) darin, dass beide Partner an jedem Loch abschlagen und sich
dann für einen Ball entscheiden, den sie abwechselnd weiterspielen, bis das
Loch beendet ist.
Beispiel: Spielerinnen A und B schlagen ab; A hat den besseren Drive, ihr Ball
liegt Mitte Fairway, der Ball von B liegt im Rough. Die Partnerinnen
entscheiden sich, den Ball von A weiterzuspielen und heben den Ball von B auf.
Den zweiten Schlag muss B ausführen.
Vorgaben. Auf- oder abgerundete Summe aus
0,6 mal der niedrigeren Vorgabe und 0,4 mal der höheren Vorgabe.
0,6 x 10 = 6
+ 0,4 x 16 = 6,4 (abgerundet 6)
= Gesamt = 12
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Shanghai-Vierer
Der Shanghai-Vierer ist eine Variation des Vierers mit Auswahldrive
(Greensome). Beide Partner schlagen an jedem Loch ab, aber anstatt auszuwählen,
welchen Ball sie weiterschlagen wollen, entscheiden das ihre Gegner.
Da die Gegner wahrscheinlich den schlechteren Ball wählen werden, sind
skandalöse Ergebnisse zu erwarten - also ein Spiel für starke Nerven.
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Chapman-Vierer (American Foursome)
Der Chapman-Vierer ist eine Vierer-Variante,
bei der beide Partner an jedem Loch abschlagen. Den zweiten Schlag macht jeder
Spieler mit dem Ball seines Partners, und erst nach diesem zweiten Schlag
entscheiden sie sich, welchen Ball sie abwechselnd weiterspielen, bis das Loch
beendet ist.
Beispiel: Spieler A und B schlagen ab, beide treffen das Fairway. Den zweiten
Schlag macht A mit dem Ball von B und schlägt ins Rough. B macht seinen zweiten
Schlag mit dem Ball von A, wieder Mitte Fairway. Die Partner entscheiden sich,
diesen Ball weiterzuspielen, den Ball im Rough heben sie auf.
Den nächsten Schlag macht nun A und abwechselnd wird nun dieser Ball bis zum
Einlochen gespielt.
Immer häufiger setzt sich folgende Regelung durch: An Par 3-Löchern schlagen
beide Partner ab und wählen jetzt schon den besseren Ball, der bis zum
Einlochen abwechselnd gespielt wird. Informieren Sie sich hierüber bei der
Spielleitung.
Vorgabe: Auf- oder abgerundet halbe Summe
der Vorgaben beider Spieler.
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Vierball - Bestball
Beim Vierball-Bestball spielen beide Partner
jedes Loch mit ihrem eigenen Ball zu Ende. Das bessere Ergebnis beider Spieler
wird eingetragen. Das kann, unter Berücksichtigung der Vorgabe, sogar die
höhere Schlagzahl sein.
Vorgabe: In diesem Turnier bekommt jeder nur ¾ seiner Vorgabe zugeteilt.
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Vierball - Aggregat
Dieses Wettspiel wird normalerweise als
Stableford-Vierer mit voller Vorgabe ausgetragen.
Jeder Partner spielt mit seinem Ball jeweils jedes Loch zu Ende oder hebt den
Ball auf, wenn er keinen Punkt mehr machen kann. Beide Scores werden
aufgeschrieben, aus denen dann die Stableford-Punkte errechnet werden. Dann
werden die Punkte beider Partner addiert und in die Scorekarte eingetragen.
Gewinner ist die Paarung mit der addierten höchsten Punktzahl nach der vorgeschriebenen
Runde. Da jeder seinen Ball spielt und volle Vorgabe gegeben wird, ist dieser
Vierer vorgabewirksam (= handicapwirksam).
Beachten Sie aber, dass Sie sich bei diesem Wettspiel mit ihrem Partner beraten
dürfen, trotz Vorgabewirksamkeit.
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Tiger und Rabbit
Tiger und Rabbit ist in vielen Clubs ein
beliebtes Spiel.
Beabsichtigt ist, Anfänger (Rabbits) mit geübten Spielern (Tigers)
zusammenspielen zu lassen, beide bilden ein Team.
Meistens können zu diesem Turnier Spieler mit Platzreife melden. Auf diese
Weise wird ihnen die Möglichkeit gegeben, im Turnier ihr Handicap zu erlangen.
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ProAms
ProAms (Professional und Amateure) sind
Team-Spiele, in denen ein Pro mit bis zu drei Amateuren spielen.
Es gibt mehrere Varianten von Spielen. Die Wertung erfolgt für den Pro, die
Amateure und für das gesamte Team gesondert.
Der Sinn dieses Spiels ist nicht unbedingt zu siegen, sondern vielmehr das
Spiel eines Pros während eines Wettkampfes hautnah zu studieren und so von
seinem Können zu profitieren.
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Bingel
Bangel
Zweier Team
Spiel, bei dem es auch auf Taktik ankommt. Pro Loch ( außer PAR
3 ) können bis zu sieben Punkte vergeben werden. 1 Punkt für
das Team mit dem Longest Drive 1 Punkt für das Team, dass zuerst
auf dem Grün ist 1 Punkt für das Team, dass Nearest to the Pin
ist 1 Punkt für das Team, das zuerst einlocht. 1 Punkt für
das Team, dessen Spieler die wenigsten Schläge gebraucht hat 2
Punkte für das Team, dass unter Beachtung der Spielvorgabe zusammengezählt
die meisten Punkte an dem Loch hat
Hierbei zählt
immer nur der zeitliche Faktor und nicht die Anzahl der Schläge.
Zum Beispiel können drei Spieler mit dem zweiten Schlag auf
dem Grün sein und der vierte Spieler kann auch mit seinem vierten
fünften Schlag etc. Nearest to the Pin sein.
Bei einem PAR
3 entfällt der Longest Drive
Gezählt werden
die reinen Punkte. Zum Beispiel: Loch 1 Team1 macht den LD, Nearest
to the Pin, bester Spieler und beste Gesamtpunkte. Team2 war erster
auf dem Grün und hat zuerst eingelocht, ergibt einen Punktestand
von 5:2 für Team1, d.h. Team 1 hat 3 Punkte. An Loch 2 kommt es
zu folgendem Ergebgnis; Team2 gewinnt mit 4:3; d.h. Team2 hat einen
Punkt. Team1 hat 3 Punkte vom ersten Loch minus 1 Punkt von
Team2 am 2, Loch. Gesamtstand: Team1 führt mit 2 Punkten.
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GOLF - ….spielen,
zählen, werten
noch
mehr Informationen zur Zählweise und den Wettspielen
Es gibt eine Vielzahl von Zähl- und Spielarten beim Golf. Sofern bei uns nichts
anderes bei einem Turnier angegeben, handelt es sich um ein Stableford Turnier.
Eine andere Art ist stets extra angeführt.
Im folgenden möchten wir Ihnen die gebräuchlichsten Spielarten vorstellen:
Prinzipiell gibt es zwei Grundformen der Zählweise im Golf:
a) das Zählwettspiel ( Stroke Play)
b) das Lochspiel ( Match Play)
Für beide Zählweisen gibt es verschiedener Spiel und Zählmöglichkeiten.
Abgerechnet wird mit der Scorekarte, die bei einem Wettspiel immer von einem
Spieler für den anderen Spieler geführt wird. Ein Spieler ist somit immer
zugleich Zähler für einen Mitspieler. Am Ende einer Runde werden die
Scorekarten gemeinsam verglichen, von beiden unterschrieben und bei der
Turnierleitung abgegeben. Das gilt bei Amateuren, Hobbyspielern und Profis
gleichermaßen.
zu a) die gebräuchlichste Variante ist die Stableford- Wertung,
seit 1998 wird sie zur Handicap Berechnung von Wettspielergebnissen verwendet,
auch wenn die Wettspiele selbst als Zählwettspiele durchgeführt wurden.
zu b) hier spielen zwei direkte Gegner ( einzeln oder ein Team)
gegeneinander und bei jedem Loch gibt es einen Sieger- der an diesem Loch
weniger Schläge benötigte. Bei gleicher Schlaganzahl gilt das Loch als
"halbiert" oder "geteilt". Gewinner einer Runde ist der,
der mit mehr Löchern führt, als auf der restlichen Runde noch zu spielen sind.
Beim Lochspiel darf auch ein ganzes Loch vor dem Ende geschenkt werden oder ein
einzelner Schlag (z. B. ein kurzer Putt)
Ein Lochspiel kann auch mit Vorgabe gespielt werden, d. h. der Spieler mit dem
höheren Hcp. erhält auf der Anzahl der schwersten Löcher, die der Differenz im
Hcp. gegenüber dem Gegner entspricht, je einen Schlag mehr zugesprochen. z.B.
Spieler A hat Hcp 15, Spieler B hat Hcp 20. Spieler B wird an den 5 schwersten
Löcher ein Schlag mehr zugestanden.
folgende Begriffe sind von Bedeutung:
holes up = so viele Löcher vorn
holes down = so viele Löcher im Rückstand
all square = Gleichstand
Hier eine Übersicht der gebräuchlichsten Spielarten:
Stableford :
Diese Zählmethode wurde vom englischen Arzt Gordon Stableford 1898 erfunden,
und basiert auf dem Prinzip, dass ein besonders schlechtes Resultat auf einem
Loch, während der Runde nicht so schwer zählt als beim klassischen
Zählwettspiel und daher leichter wettgemacht werden kann.
Der Spieler erhält für jene Leistung, die er laut Handicap erzielen soll
("Netto-Par") bei jedem Loch- 2 Punkte; pro Schlag den er weniger
benötigt erhält er jeweils einen Punkt mehr, hingegen für einen mehr benötigten
Schlag ("Netto-Bogey") bekommt er noch einen Punkt, bei zwei oder
mehr weiteren Schlägen erhält er keinen Punkt mehr. Bei einem Resultat von 36
Stableford- Punkten (18Löcher mal 2 Punkte = 36) hat der Spieler sein Handicap
erreicht.
Beispiel :
Sie haben Handicap 36-das bedeutet, Sie dürfen jedes Loch 2 über Par spielen (
18 Löcher mit je zwei Schlägen mehr = 36).
Ein Loch hat nun Par 4 - Ihr "Netto Par" ist in diesem Fall 6 ( 4+2).
Spielen Sie nun das Loch mit diesen 6 Schlägen, erhalten Sie 2 Stablefordpunkte
für ihre Wertung. Benötigen Sie 7 Schläge, gibt es noch einen Punkt. Bei mehr
Schlägen gibt es keinen mehr. Spielen Sie das Loch jedoch mit weniger Schlägen
als ihr " Netto Par", so erhalten Sie folgende Punkte:
5 Schläge - 3 Punkte
4 Schläge - 4 Punkte
3 Schläge - 5 Punkte
2 Schläge - 6 Punkte
1 Schlag - 7 Punkte
Vorteil dieser Zählweise ist es, dass ein Spieler bei einem völlig schlecht
gespielten Loch, höchstens 2 Punkte verlieren kann, die er an anderen Löcher
wieder mit guten Schlagzahlen aufholen kann.
Zählwettspiel :
In dieser klassischen Form (Stroke Play oder Medal Play) zählt die Gesamtzahl
der Schläge. Jener Spieler hat gewonnen, der für die Runde die wenigsten
Schläge benötigt hat. Dieses Ergebnis wäre "Brutto". Es gibt auch die
Möglichkeit einer "Netto- Zählung"( Schläge abzüglich Vorgabe). Diese
wird zur Berechnung der Stammvorgabe bzw. für Spiele zwischen Golfern
unterschiedlicher Spielstärke verwendet.
Wird ein vorgabewirksames Turnier als Zählwettspiel durchgeführt, so werden die
Resultate heutzutage mit Computersoftware von der Turnierleitung in Stableford-
Wertung umgerechnet.
Flaggenwettspiel :
Form des Zählwettspiels. Jeder Spieler kann so viele Schläge durchführen wie
die Summe seines Handicaps und der Platzstandard ergeben. Wo der Ball nach dem
letzten Schlag liegt, wird eine Flagge gesteckt. Wer am weitesten kommt, hat
gewonnen. Das Spiel kann auch über das 18. Loch hinausgehen.
Beispiel: Sie haben Handicap 36. Der Platzstandard (SSR) beträgt 72. Sie
dürfen also 108 Schläge durchführen( 36+72) dann wird ihre Fahne gesteckt.
Texas
Scramble (Captains Choice oder Louisiana
Scramble) :
Ein Vierball-Teamspiel. Jeder
Spieler schlägt ab, dann wird entschieden, welcher Ball am besten liegt. An
dieser Stelle, innerhalb einer Schlägerlänge ( nicht näher zum Loch ) droppen
die drei anderen Spieler ihre Bälle- alle vier Bälle werden weitergespielt. Am
Grün werden alle anderen 3 Bälle innerhalb von 10 cm ( nicht näher zum Loch )
zum besten Ball gelegt. Es handelt sich hier um ein Zählwettspiel, wo die
Vorgabe des Teams meist 1/8 der addierten Handicaps aller vier Spieler beträgt.
Bei der Variante " Florida Scramble" muss immer der Spieler
aussetzen, der den bestliegenden Ball gespielt hat.
Klassischer Vierer (Foursome):
Ein Teamspiel, zwei gegen zwei, jedes Team spielt mit einem Ball, der
abwechselnd von den beiden Spielpartnern gespielt wird. Beide Spieler schlagen
abwechselnd ab. Normalerweise wird im Zählwettspiel mit 7/16 der
zusammengezählten gemeinsamen Vorgabe gespielt und der Nettoscore zur Wertung
herangezogen. Beim Lochwettspiel wird mit 3/8 der addierten gemeinsamen Vorgabe
gespielt.
Vierer mit Auswahl- Drive (Greensome) :
Variante des klassischen Vierers. Beide Spieler jeden Teams schlagen an
jedem Loch ab. Dann wird entschieden mit welchem Ball abwechselnd
weitergespielt wird. Gewertet wird nach den Regeln des klassischen Vierers als
Zählwettspiel, nach Stableford oder als Lochwettspiel.
Chapman-Vierer (American Foursome) :
Variante des klassischen Vierers. Hier schlagen beide Spieler jedes Teams an
jedem Loch ab, und danach schlägt jeder Spieler einmal den Ball seines
Mitspielers. Vor dem 3. Schlag wird entschieden, mit welchem Ball dann
abwechselnd nach den Regeln des klassischen Vierers das Loch fertig gespielt
wird.
Bei der Variante " Kanadischer Chapman-Vierer " spielt jeder Spieler
noch einmal seinen eigenen Ball weiter, dann wird wie oben mit einem Ball
abwechselnd weitergespielt.
Vierball- Aggregat:
Zwei gegen Zwei. Die Rundenergebnisse der Spielpartner werden zum
Gesamtergebnis des Teams addiert (bzw. die Punkteergebnisse wenn nach
Stableford- Wertung gespielt wird )
Sunningdale - Zweier :
Lochspiel ohne Vorgabe. Jener Spieler, der mit mehr als zwei Löchern im
Rückstand ist, erhält einen zusätzlichen Schlag beim nächsten Loch zugestanden.
Bei jedem weiteren verlorenen Loch erhält der zurückliegende Spieler jeweils
einen weiteren Zusatzschlag zugestanden, solange bis er ein Loch gewinnt, dann
verfallen alle Extraschläge.
Dreiball mit Punktewertung :
Lochwettspiel für drei Personen. Jeder Spieler spielt zwei voneinander
unabhängige Lochwettspiele- bei jedem Loch werden 6 Punkte vergeben. Der erste
erhält 4, der zweite 2, der dritte 0 Punkte. Erzielen alle drei Spieler den
gleiche Score, so erhalten alle je 2 Punkte. Gibt es zwei Beste, so erhalten
sie je 3 Punkte und der Dritte geht leer aus. Gibt es einen Besten und die anderen
zwei sind gleichauf, dann ist die Punkteverteilung 4-1-1. Zur Berechnung der
Vorgabe wird der Spieler mit dem besten Handicap mit Handicap 0 festgesetzt,
die anderen Spieler erhalten als Vorgabe die volle Differenz ihres Handicaps
zum besten oder 3/4 dieser Differenz.
Vierball- Bestball (Fourball):
Zwei gegen Zwei, jeder Spieler spielt mit einem Ball, jedoch pro Loch wird
nur das bessere Ergebnis pro Team gewertet. Wird als Zählwettspiel, nach
Stableford aber auch als Lochwettspiel gespielt.
Spiel gegen Par :
Jeder Spieler spielt jedes Loch gegen sein eigenes Netto- Par. Das Netto- Par
zählt 0. Erreicht der Spieler eine geringere Schlagzahl, so wird ein Plus
geschrieben, bei höherer Schlagzahl wird ein Minus geschrieben. Der Spieler hat
gewonnen, der die höchste Plus- Anzahl hat.
Skin Game:
Eine Variante die gerne bei Einladungsturnieren von Profi- Golfern gespielt
wird. Bei jedem Loch wird um eine bestimmte Geldsumme gespielt ( bei den
Amateuren wird um einen nach den Regeln noch zulässigen Einsatz gespielt ) Loch
und Geld gewinnt der, der die niedrigste Schlagzahl benötigt hat. Wird ein Loch
geteilt, so bekommt den Einsatz keiner- das Geld wird zum Einsatz des nächsten
Loches dazu geschlagen.
Bestball:
Lochwettspiel, wo ein Spieler mit einem niedrigen Handicap gegen den besten
Ball zweier oder dreier anderer Spieler mit höherem Handicap spielt. Keine
Vorgabe wird berücksichtigt und jeder Spieler spielt mit seinem eigenen Ball.
Wer die niedrigste Schlagzahl erreicht, hat gewonnen. Die Wertung ist so wie im
normalen Lochwettspiel.
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